Sonntag, 8. April 2018

Korsika - Ile de Beauté 2017

vom 6. Mai bis 17. Juni 2017





Frühling auf Korsika - das klingt schon wie ein Versprechen für Sonne, blauen Himmel, Blumenwiesen, Farbenrausch, duftende Kräuter ...........
Bei Corsika-Ferries hatten wir eine Passage von Livorno nach Bastia für den 10.5.
gebucht.
Am 6.5. starteten wir von der Bergstraße Richtung Süden. Wir kamen bis in den
Schwarzwald. Den Stellplatz in Sassbachwalden erreichten wir im gleichmäßigen
Nieselregen.


Durch die Schweiz führte uns dieses mal die Route durch den Gotthard zum
Lago Maggiore. Am Tunnel waren wir froh, daß wir nicht auf der Gegen-
fahrbahn waren. Auf der Heimfahrt würden wir diese Strecke nicht fahren.
Der Stau war sehr sehr lang.
Die Ostseite des Sees hatten wir noch nie besucht. Jetzt war dazu eine gute Gelegenheit.
Daß es auch eine gute Idee war zeigte schon der Stellplatz bei Luino



mit Blick auf die Berge und den See





 







und einem schönen Spazierweg ins
Städtchen.








Gut ausgeschlafen folgten wir am
nächsten Morgen dem Seeufer
bis zur A 26 nach Alessandria
und Genua.

Die etwas stressige A 12 mit ihren vielen Tunnels führte uns dann noch nach
La Spezia. Etwas ausserhalb bietet die Stadt einen Stellplatz für € 6,- .
Gut für eine Übernachtung.


Da unsere Fähre erst am nächsten
Morgen ablegen wird, hatten wir einen
ganzen Tag Zeit um den Hafen in
Livorno zu erreichen.
Wir nutzten also die Küstenstraße.
Da diese allerdings durchgehend
bebaut ist nahmen wir unseren
Pausenimbiss auf dem Parkstreifen
ein.
War schön und der Imbiss hat geschmeckt. 








Der Fährhafen hat für Wo-Mo´s
einen eigenen Stellplatz der einem
mit dem Ticket bereits am Vortag der
Abreise zurVerfügung steht.
Reichlich Gelegenheit für
Schwätzchen mit anderen
Mobilisten.



Statt um 8°° Uhr legte die Fähre erst um 9°° ab und wir erreichten Bastia um 13°° Uhr.
Südlich der Stadt gibt es den Etang de Beguglia - eine Lagune getrennt vom Meer durch
eine Landzunge mit Sträßchen. Einige Stichstraßen führen zum Meer
und eine führte bis zu einem Strandrestaurant mit vorgelagerten Pinienwäldchen.












Unser erster korsischer Stellplatz



brachte uns eine ruhigeNacht.
Der Strand selbst war nicht sehr
einladentd. Zuviel Treibholz lag
kreuz und quer im Sand so dass
man nicht mal einen Strandspazier-
gang machen konnte.






Uns  zog es ohnehin zuerst einmal in die viel besungenen korsischen Berge und Wälder.
Am anderen Ende der Lagune stößt das Sträßchen auf die D107 die zur N 193 führt.
Dort wo diese in die N197 mündet beginnt ein bißchen nördlich die Asco-Schlucht
(D47/147).


Nicht weit hinter Einmündung biegt ein Sträßchen Richtung Castifao/E Piana ab,
das uns am Flussufer des Tartagine entlang letztlich zu einer romantisch gelegenen
Genuesischen Brücke führte.


 Nach unserer Rundfahrt Maltifao -
Castfao - Pont-Genois und zurück
zur N197/D 47 landen wir gegenüber
des Village des Tortues, dem
Schildkrötendorf (hier versucht man
die fast ausgestorbene korsische
Spezies der Griechischen
Landschildkröte zu erhalten),
auf dem schön gelegenen  CP Tizarella.
 
Wir hatten die Wahl des Stellplatzes und die war nicht leicht:






 Hier ?




 Mit dem schönen Blick zum Dorf ?









Oder hier unter der herrlichen
Steineiche ?















 Vielleicht doch hier, wo es gleich
 zum Bach hinunter geht ?









Gleich wo, wir hatten eine gute Nacht mit sternklarem Himmel und einer Luft die man
schmecken konnte.







Der Tag darauf schenkte uns eine Fahrt durch eine wundervolle Berglandschaft rechts und links
der Asco-Schlucht, die uns bis zum Ende der Fahrstraße
am Fuße des Monte Cinto führte.
Dort beginnt auch die Seilbahn und Skistation mit Berghütte.
Viele Wanderwege sind von dort aus markiert.









Dem Wanderweg zum Monte Cinto folgten wir ein Stückchen, kehrten dann aber schließlich
um, da wir durch das Ascotal
wieder zurück mußten.
Als wir die N 193 wieder erreicht
hatten bogen wir vor Ponte Novu
rechts ab um auf kleinen Gebirgs-
sträßchen durch kleine Dörfer,
Kastanienwälder und durch tiefe Schluchten zu fahren bis wir die  D 71 erreicht hatten.
Diese führt quer durch die Bergwelt. Immer wieder weisen Schilder auf Kapellen
oder Klöster und sehenwerte Kirchen hin.
An der Ruine der Kirche des Klosters von Orezza


wurden wir auch an die unrühmliche
Zeit der Deutschen Wehrmacht auf
dieser schönen Insel erinnert, auf deren
Rückzug 1943 wurde die Kirche völlig
zerstört. (Prinzip verbrannte Erde)  - 












sinnlos






und beschämend.







Nachdem wir hinter dem Col d´Arcarota nach rechts Richtung Piobetta
abgebogen waren sahen wir am Alesani-Fluß ein schönes Übernach-
tungsplätzchen nahe eines Naturschwimmbades,
in dem sich im Sommer bestimmt viele Einheimische
und noch meh Touristen erfrischen, so verlockend
sah das aus, aber jetzt war es einfach noch zu kalt
und wir hatten das ganze Ensemble für uns allein.








Kaum hatten wir uns ein wenig
umgesehen, hielt auf der anderen
Straßenseite ein Pick-up,









der Fahrer stieg aus und ein
weithallender Pfiff ertönte -
nach 5 Minuten
sah das dann so aus:






Auf zur Futtergrippe















es gab Kastanienschrot












Hat schon mal jemand Kastanien
als Aphrodisiakum probiert?
Es scheint zu klappen......wie man sieht.









Am nächsten Morgen, nach einer prachtvollen Sternennacht, bestaunten wir das Valle d´Alesani
mit Blick bis zu dem Stausee.











Vesperpause.




Danach folgten wir dem Valledi Campolore
(D 34) bis wir das Meer bei Morriano
erreichten.

Wir drehten uns nach Norden um einige Übernachtungsplätz zu prüfen. Marina di Sorbo hat uns gefallen.
Im Strandresto gut gegessen







und auf der kleinen Düne daneben gut geschlafen.





Die Küstenstraße N 198 führte uns jetzt nach Süden.
Wenn man in Aleria, vor dem Tarigano-Fluß nach links zum Meer abbiegt
erreicht man nach kurzer Zeit den Camping Marina  d´Aleria.








Die Ruhe und Großzügigkeit des
Platzes genossen wir die nächsten
drei Tage








auch in dem platzeigenen
Schwimmbad









Camping-Ferien






Dann brannte es wieder in unseren Reiseschuhen.
Am antiken Aleria vorbei bogen wir in Richtung Ghisoni ab. Bald waren wir im Défilé
de l´ Inzecca mit seinen tiefen Schluchten, Berge, Füsschen und Stauseen. Darauf folgt
der Défilé de Strettemit. Hier die Bilder dazu





und weiter geht´s
auf der Route du Val
de Verde
 



je höher wir kamen desto
schlechter wurden die Straßen,
was uns jedoch überhaupt nicht
kümmerte  -
der Blick in die Bergwelt
war einfach nur wunderbar.







                                                                 
                                                                                        
wir genossen diese einzigartige
Höhenstraße bis zu unserem
heutigen Ziel, das Freilichtmuseum
Cucuruzzo und Capula.
dort richteten wir uns auf einer
Wiese, die auch als Besucher-
parkplatz dient, für die Nacht ein.










Vor dem Einschlafen gab uns noch
ein ausgewachsener Bulle die Ehre,
dem wohl seine Hormone keine Ruhe
ließen. Lautstark brüllte er nach Liebe.

Auf dem Bild noch unter den Bäumen
und leider nicht zu sehen, er war riesig!



Am nächsten Morgen besuchten wir diesen verwunschenen Ort der Torreaner Kultur.
Interessierte folgen bitte diesem Link:

http://www.korsika.fr/a1004/articles/1004/castellu-di-cucuruzzu-torreaner-ausgrabungsstaette-korsika/

Alleine schon die Atmosphäre dieses Ortes ist besonders

                                         
 
 
Durch einen frühlingsfrischen Märchenwald
sieht man in eine weit zurückliegende
Vergangenheit








Von hier sahen wir die Spitzen des
Col de Bavella  -  Fantasy pur.
















Nach einer 3stündigen Wanderung haben wir
das Siedlungsgebiet unseerer Vor-vor-
fahren verlassen.und kehrten ganz erfüllt von dieser
Zeitreise in die Wirklichkeit zurück.


Über Zonsa steuerten wir jetzt den Col de Bavella an
 (1218 m)  das absolute Highlight der korsischen Bergwelt.







Dahinter schließt sich gleich der Col
de ´l Arone an mit den schönsten
Ausblicken auf die Bavello Gruppe.




Vor lauter schöner Bergwelt sollte
man auf keinen Fall die Straße
mit ihren vielen, vielen Kurven
außer acht lassen.






Ab dem Bocca di Larone folgten wir dann dem Flüsschen La Solenzana bis
zur Küste. Bevor wir diese erreichten konnten wir noch einen Großeinsatz
der Feuerwehr erleben, die gerade wohl den ersten Waldbrand für dieses
Jahr gelöscht hatte.( Das war ja relativ harmlos gegenüber den verhehrenden
Waldbränden, die in diesem Sommer 2017 noch folgten. )

In Solenzara getankt, eingekauft und ein Stück nach Norden, auf den CP in
Marine de Solaro, Sole de Oru. 
Ein naturbelassener Platz mit einer kaum wahrnehmbaren Rezeption "sucht euch
ein Platz aus und wenn ihr abreisen wollt sagt bescheid". So mut dat sein.








 





.






Dann ging es wieder südwärts die Küstenstraße (N198) entlang bis kurz hinter Lecci.
In Fossi bogen wir ab in die Berge. Am Castellu d´ Araggio (hist.) fuhren wir vorbei.
Es ist ein ähnliches Freilichtmuseum wie Cucuruzzu, doch nicht ganz so bedeutend,
wie man uns erzählt hatte. Kurze Zeit später bogen wir nach Westen auf die D 368











nach l´Ospedale  mit
einem herrlichen Blick
auf  den Golfe de
Porto-Vecchio.
  








Nicht weit davon liegt der
Stausee Bocca di Baraggio,
an heißen Sommertagen
ein begehrtes Ausflugsziel





Eigentlich wollten wir uns
noch die Casscade de Piscia
di Gallo anschauen.
Doch der Touri-Auftrieb und
die saftigen Parkplatzgebühren
waren ein Grund darauf
zu verzichten.

Auf dem Weg zurück legten wir
noch eine Picknickpause am See
ein und wendeten uns dann der

Stadt Porto-Vecchio zu. Am Hafen fand wir für den Pössl einen Parkplatz
für unsere Stadtbesichtigung











Aufwärts muß, wer sich
die Altstadt ansehen will,
von der wir ein bißchen
enttäuscht waren. Es gab
nicht so viel zu sehen.






Wir zogen weiter und haben uns für eine Ruhephase den Hit aller korsischen Strände
ausgesucht, den Plage de Palombaggia.
Vor den Stränden stehen große Pinienwälder, in denen Park- und auch WoMo-Stellplätze
gegen Gebühr angeboten werden. Für WoMo´s für 24h 10,00 €



Ein Stellplatz schöner als der andere,
wer die Wahl hat - hat die Qual

  
und der wunderschöne Strand ist
in nur höchstens 10 Minuten zu erreichen.

Ein Platz zum wohlfühlen
zwischen Sonne und Schatten
haben wir auch gefunden.
Wir genossen 3 Tage Strand
und Pinienwald.
Eine Wohltat auch für die Lungen.
Von dieser Luft hier können wir zu
Hause nur träumen.


So aufgetankt nahmen wir Bonifacio ins Visier.
Wir folgten der N198 stracks bis in die Stadt, bogen am Hafen links ab und in ca. 1 km
Entfernung gab es auch Parkplätze für vernüftige Preise.
Mit dem Bähnchen fuhren wir hoch in die Stadt.
Nun ein Bildbericht:










































Über die Treppe stiegen wir schnell wieder runter in den Hafen.
Hier bummelten wir noch ein bißchen an Touriläden und ebensolchen
Restaurants entlang bevor wir uns zu unserem Bus begaben um dann
die 2. Hälfte von Korsika in Angriff zu nehmen.
Die nächsten Tage tuckerten wir die Westküste Korsikas hoch
Richtung Norden. 


Zum Übernachten haben wir uns zunächst die Baia de Figari ausgesucht.
Diese erreichten wir über die N196 in der Abenddämmerung.

Wir hatten die Bucht ganz alleine für uns.




Ein stiller, sonniger Morgen
weckte uns.







Wir bekamen Besuch





 ein etwas ungewöhnliches Bild


Wieder unterwegs versuchten wir von der Straße runter zu den Rocher du Lion
de Roccapina zu gelangen. Eine wunderschöne Bucht sollte uns da erwarten
mit einem löwenähnlichen Fels am Berg.
Was wir tatsächlich antrafen war eine völlig ausgewaschene Piste.
Mit unserem Bus nicht befahrbar.
Alternativ besuchten wir die Torreaner bei den Alignements de Stantari und den
Mégalithes de Cauria. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sollen sich hier
die steinzeitlichen Megalithiker und die Torreaner gegenseitig die Köpfe eingeschlagen
haben. Die Menhire wurden von den Steinzeitmenschen hergestellt und sollen die
Torrreaner darstellen um diese zu bannen. Schauen wir uns das mal an :















Der Ausflug in die Steinzeit ist sehr empfehlenswert.

Sarténe schauten wir uns per Stadtrundfahrt an, fahren hinter der Stadt auf die D69
Richtung Levie, kommen an einer schönen Genueser Brücke vorbei


folgten ein paar Wegweisern und sind dann an der heißen Quelle von Caldane.
Genüßlich ließen wir unsere müden Glieder von dem warmen Wasser umspülen.
















Danach wollten wir bei Propiano am Strand übernachten. Den empfohlenen Platz fanden
wir nicht. Der Hafenstellplatz ist inzwischen für WoMo´s gesperrt. Hinter einer Düne an einem Strand südlich von Propiano sangen uns schließlich die Nachtigallen in den Schlaf.
Morgens erst sahen wir in welcher Blumenpracht wir übernachtet haben.

 
Ein herrlich würziger Duft begeisterte unsere
Nasen.















Hinter dieser Düne fängt gleich das
super blaue Meer mit einem feinen

Sandstrand an.











Der Weg zurück.







Wir umrundeten die Bucht, kamen auch an dem gesuchten
und nicht gefundenen sehr schönen Strand "Plage de Capu Laurosu" vorbei.
Dieser war aber völlig schattenlos. 
Wir folgten dem Strandbogen Baraci. Keine einzige Stichstraße führte von hier zum Meer,
da es sich um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet handelt.

Bevor die N196 wieder ins Landesinnere abbiegt wählten wir die D 157 Richtung
Porto Pollo. Rechts der Straße liegt in einem Hain der CP  Abbartello.
Dort schlugen wir unter einem Eukalyptusbaum unser Lager auf.






Der Duft der Eukalyptusbäume,
dazu die Seeluft, das singen und
zwitschern der Vögel, und ein
korsischer Wein auf dem Tisch

  



unser Abendessen brutzelt auf dem Grill, pünktlich zum Abendrot fangen die Zikaden an zu zirpen, tja was will man da mehr - nix - nur genießen!














Direkt gegenüber liegt der
Badestrand







         mit Strandrestaurant.












4 Tage blieben wir auf diesem schönen Platz.









Weiter geht`s -  erst noch ein Stück am Meer entlang, dann Richtung Norden,
wieder an den Torreanern vorbei.
Die N196 die uns nach Ajaccio führte zeigte uns Korsika einmal mehr von
seiner schönsten Seite.
Vor der großen Stadt kauften wir bei Leclerc ein und ließen unser Gefährt dort auf dem
Parkplatz stehen, um einen ersten Orientierungsbummel zu machen. Die Küstenlinie
entlang erreichten wir erst den Hafen und von dort die Altstadt, für die nahmen wir uns
am nächsten Tag mehr Zeit. Wir liefen also zum Bus zurück.
An der D111, die Straße zu den Iles Sanguinaires, fanden wir gegenüber der Plage Scudo
einen großen "freien" Parkplatz









mit gegenüber liegender Pizzeria., sehr praktisch.










Am nächsten Tag soll Markt sein in der Alstadt, den wir uns ja angucken wollen, also wieder zurück zum Hafen. Dahinter fanden wir sogar noch einen Parkplatz. Per Pedes dann den gleichen Weg zu Markt und Altstadt.



Der Markt bot wirklich eine Fülle
von korsischen Produkten.
Von allen nur möglichen
Meerestieren über Honig,
Käse,Wurst und Schinken
zu mediteranen Früchten und
Gemüsen. 





Napoleon oder Caesar? Naturlich Napoleone!!
liegt ja auch nahe.











Napoleones Geburtshaus steht gegenüber von einem wunderschönen kleinen Park, eine grüne Oase.





Am Nachmittag ließen wir uns wieder von der korsichen Natur verzaubern
via N193. Durch das Gravonatal windet sich nicht nur die Straße sonder auch
die Eisenbahn. Einen Ausflug mit dem Zug haben wir von Corte aus geplant.
Nicht nur die Natur mit denWäldern und kleinen Wasserfällen sondern auch die
romantischen Bergdörfer machen diese Strecke empfehlenswert.
Am Col de Vizzavona fanden wir einen schönen Platz um übernachten. 


         
 


















Über uns ragte die Ruine
einer Burg, zu der wir am
nächsten Tag hochsteigen
werden, um









über diesen Weg zu den Cascades
d´ Anglais zu wandern,





















aber so richtig nach
Cascade sah das
nicht aus














Da fehlte es zu dieser
Jahreszeit schon ganz schön
an Wasser.


Am Nachmittag erreichten wir Corte.

Verwirrende Fahrpläne ließen uns über die Abfahrtszeiten der Bahn im
ungewissen. Auch die mündliche Auskunft am Schalter machte uns nicht
klüger. Auffällig war außerdem, daß uns aufdem ganzen Weg paralell zu den
Schienen kein einziger Zug begegnete.
Wir ließen unseren Plan fallen über Schluchten und durch Täler zu fahren,
suchten statt dessen den CP im Tavignano-Ta auf mit Blick auf Corte.


Wir waren zu bequem um zu Fuß in die Stadt hoch zu laufen
Bei dem Versuch da oben einen Parkplatz zu finden blieb es, also machten wir mit
dem Pössl eine kleine Stadtrundfahrt durch das durchaus sehenswerte Städtchen.

Corte verließen wir auf der D18 und bogen bei Castirla nach links auf die
traumhafte D 84 ab. Wir genossen diese Fahrt erst mit Blick auf die noch
schneebedeckten Berge



dann über das schmale Gebirgssträßchen



 








bis wir den Calacuccia-Stausee
erreicht haben.








Das sah nicht nur so aus.
Kurze Zeit später tobte ein
Gewitter mit Starkregen auf
uns nieder. Wir verzichteten
auf die geplante Übernachtung
am See.



 










Weiter ging es am Flüchen entlang, vorbei an einer Genueser Brücke







Die folgende Fahrt durch das Gebirge
bis nach Porto auf der D84 durch die
wunderbare Natur dieser Insel
konnten wir fotografisch leider nicht
festhalten, da man auf der engen
Bergstraße schlecht anhalten konnte.
Das gilt nicht nur für den Foret de
Valdu Niellu hinauf bis zum Col
Vergio sondern genauso für den
Foret d´ Aitone hinab bis in die
Bucht von Porto.







Vor Porto teilt sich die Straße .
Wir bogen links gen Süden ab
über die bestaunenswerte
Calanche bis nach Piana,
immer Ausschau haltend nach
einem Übernachtungsplatz.
Den fanden wir dann letztendlich
auf einem Wanderparkplatz
 
 
mit herrlichem Blick in
die nächste Bucht.





Diese hatten wir zunächst angefahren,
fanden aber nicht das was wir suchten.



Wir befuhren am nächsten morgen nochmal die traumhaft schöne Calanche,
ohne an den halsbrecherischen Fotoshootings zwischen Felsen und Verkehr
teilzunehmen.

Durch Porto hindurch ging die Fahrt nach Norden. Wir suchten nach
einem CP an der Küste um mal wieder ein paar Tage zu relaxen und im glasklaren Meer
zu schwimmen. Aber die, die uns gefallen hätten, hatten entweder noch zu oder wurden
renoviert und hergerichtet für die Hauptsaison, es war ja auch erst Anfang Juni. 
In Algojola hinter Calvi wurden wir endlich fündig.







Ein ruhiger Schattenplatz



unweit vom Meer
mit feinem Sandstrand.

Ideal zum relaxen.









Für die Weiterfahrt war geplant, die N197 am Désert des Agriates zu verlassen um auf
der D81 "durch die Wüste" zu fahren. Wir verpassten aber den Abzweig, blieben auf der
N197, die dann allerdings wieder nach Süden führt. Das hatten wir zu spät gemerkt,
so daß wir dann den Umweg über die Ostküste Cap Corse ansteuerten.
Bei Bigulia wechstelten wir auf der D 82 quer durch das Gebirge wieder zur West-
seite, nämlich auf die D 81 nach Norden.
In Albo gibt es eien freien Stellplatz mit Ver- und Entsorgung.





Am nächsten Tag wollten wir unser
Ticket buchen. Also bei Pino wieder
durch das Gebirge um nach Bastia
zu gelangen.
Die gewünschte Fährverbindung
von Bastia nach Nizza für 120,- €
war schnell gebucht.






Wir blieben jetzt östlich und waren bald am nördlichsten Punkt der Insel,
in Tolare. Uns gegenüber die Ile de la Giraglia




 


und rechts eine Strandbar, die
noch geschlossen war.










Nach ein paar Sonnenstunden nahm der Wind bei Sonnenuntergang zu









bis er sich am
nächsten Morgen
zu einem handfesten
Sturm entwickelt hatte.






Wir mußten fort ohne unsere
Heckkiste packen zu können.







Noch ein Blick zurück  nach Tolare dann folgten wir wieder der Westküste in den
Süden des Caps. Wir inspizieren Marine de Gioltani auf stellplatztauglichkeit
und verwarfen das Angebot.





Also wieder Albo - diesmal im eigenen Tamariskenhain








Der Sturm hatte sich gelegt, aber die
Brandung war noch ziemlich stark,
zum schwimmen zu gefährlich.






Ein Spaziergang über den Strand
brachte uns zum Wachturm



und schöne Aussichten nach
Süden





und nach Norden.
Abends gingen wir im Örtchen
in ein Restaurant mit regionalen
Spezialitäten. Sehr zu empfehlen.


Für unsere letzten Tage auf der Insel hatten wir uns den CP Aqua Dolce in Saint-Florent
ausgesucht. Ein Pinienwald mit Strand davor. 





Geruhsamer Badeurlaub bei schönstem
Sommerwetter. 

Am 12.6. wird unsere Fähre um 15°° Uhr von Bastia ablegen und um 14°° Uhr
mussten wir im Hafen sein. Also rollten wir um 12°° Uhr vom Platz, querten noch einmal
die Insel





drückten  uns noch eine Stunde in
einem Hafencafé rum, wurden zügig
verladen und legten pünktlich ab.

Ein letzter Blick auf Cap Corse.




In Nizza waren wir die ersten die von Bord fuhren. Eine Premiere.
Der nächste Stellplatz in Antibes war ein Flop. Freie Übernachtung an der Cote
war nicht möglich, also weg von der Küste. Die Route de Grenoble führt
nach Norden. Bei "Les Moulins" an der Route de Castagniers erspähten wir von
der Straße aus einen großen Parkplatz - kaum beparkt, ideal für eine Nacht.
Daß hundert Meter weiter auch noch ein Bäcker ist, dessen frische Baquettes
am nächsten Morgen verführerich dufteten war kein Glücksfall, sondern das
gehört sich so.
Ein paar Kilometer zurück führte eine Brücke über den Var, den wir am
nächsten morgen kreuzten, um über kleine Gebirgssträßchen nach Grasse
zu gelangen. Von hier aus folgten wir der altbekannten Route de Napoleon.
Unterwegs dann die Idee: Wir könnten ja mal wieder den Canyon de Verdon
besuchen ! Er liegt ja auf dem Weg.






Wir haben ihn einmal umrundet und am See fanden wir auch noch einen Park-
und Badeplatz.





Perfekt um einen Badetag einzulegen.







Durch die Provence zu kreuzen ist immer ein besonderes Vergnügen.
Rechts und links blühte schon der Lavendel.






Auch unser Navi war sehr
kreativ und führte uns über
etwas abenteuerliche Pass-
Straßen
















 Da wir nicht über Grenoble fahren wollten, wählten wir
die Route über die N94. In Savines Le Lac blieben wir
über Nacht
 



mit einem herrlichen Bick auf den See



mit Badestrand.





Nach dem Morgenbad nahmen wir wieder die N94 unter die Räder, die ab Briancon
zur D1091 wird.
Ab hier wird es sehr alpin und sehr tour-de-france-isch.













Wir konnten es uns nicht verkneifen die
ganzen Kehren bis nach Alp d`Huez
hoch zu fahren.



Und da wir gerade so auf dem Tourtrip waren, bogen wir kurzeZeit später auf die D 526 ab, Richtung Allemond. Eine wunderbare
Berglandschaft entschädigte für die Kurbelei.
Das Sträßchen wurde dann irgendwie zur D 926 und irgendwann waren wir
oben, auf dem




mit einem Stellplatz der Sonderklasse











 und Alpenglühen.






 Auf uns unbekannten Wegen führte uns unser Navi am nächsten Morgen auf die A43.





Über Albertville und am Mt. Blanc vorbei

durch Chamonix auf die schweitzer Autobahnen.
Ab Bern fing unsere Suche nach einem
Übernachtungsplatz an. Nicht so leicht in dieser
Gegend.







Die A1 querte gerade die Aare und wir
sahen unseren Stellplatz in der Ortschaft Wangen.




Am anderen Ufer der Aare
wurde gerade ein Dorffest
gefeiert.






Über diese Brücke besuchten
wir an nächsten Morgen das
entzückende Städtchen.







Über Basel erreichten wir heimatliche Gefilde
und unser Zuhause.







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